Ende Oktober stecke ich endlich Zwiebeln für hoffentlich dichte Teppiche von naturnahen Frühblühern unter meinen Gehölzen und auf der feuchten Wiese im nächsten Frühjahr. Wenn das eine Gartenjahr vorbei ist, dann beginnt schon die Vorfreude auf das nächste. Heute stecke ich englische Hasenglöckchen (Scilla non-scripta), Märzenbecher (Leucojum vernum) und Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum). Und dabei entdecke ich noch so einiges, was jetzt getan werden muss, damit der Garten nicht zuwuchert. Auch ein Naturgarten benötigt Jahr für Jahr etwas Gestaltung und Eingriff. Es ist ja nicht einfach nur eine Wildnis. Gehölzsämlinge müssen am besten im ersten oder zweiten Jahr gejätet werden, sonst haben wir bald nur noch Schatten. Auch Brombeeren und Efeu müssen geschnitten werden, damit man noch durchkommt und die Beetränder muss ich auch im Auge behalten.
Aber kein Stress. Jeden Tag ein wenig an die frische Luft zu gehen, das ist ja eigentlich wunderschön erholsam und gesund. Und was ich heute nicht schaffe, das schaffe ich morgen. Der Herbst und Winter ist die Saison, in der man Zeit hat, alle Arbeiten nachzuholen, die man im Sommer nicht geschafft hat. Und neben all der Arbeit entdecke ich, wie zur Belohnung die Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium und Cyclamen coum), die ich letztes Jahr gepflanzt habe. Und auch die Lungenkräuter, die ich als ganz kleine, selbstgezogene Pflänzchen im Frühjahr gesetzt hatte, sind groß geworden und versprechen eine üppige Blüte im nächsten Jahr.
Hier ist das Video von meinem YouTube-Kanal „Einfach Naturgarten“:

