Kategorie: Wildkräuter-Rohkost

Essbare Wildkräuter im Winter: Vogelmiere

Wunderbar frisch und saftig grün ist auch die Vogelmiere trotz winterlicher Temperaturen im Garten. So können wir uns auch im Winter mit frischem Grün versorgen. Die Vogelmiere ist besonders reich an Kieselsäure – gut für Haut und Haare :-).

Wußten Sie, dass die Vogelmiere so neutral lecker schmeckt, dass sie früher auf Märkten als Salat verkauft wurde? Sie siedelt sich als Einjährige überall dort an, wo nährstoffreicher, nackter Boden zu sehen ist, so wie hier im biologisch gedüngten Blumentopf. Oder in meinen Erdbeerbeeten, die ich im August oder September freijäte und mit Kompost dünge. Dort laufen dann ziemlich schnell die behaarte Schaumkresse und viel Vogelmiere auf, die mich den ganzen Winter über mit frischem Grün versorgen.

Dazu noch eine Handvoll frische Grünkohlblätter und der Wintersalat

Essbare Wildkräuter im Winter: Behaarte Schaumkresse

Auf meinen Kompostmieten und im Gemüsegarten finde ich auch jetzt bei Minusgraden noch wunderbar saftige und grüne Wildkräuter für die rohkostbetonte Vollwertküche. Die Behaarte Schaumkresse (Cardamine hirsuta) ist eine Verwandte des hübschen Wiesenschaumkrautes, das im Mai auf feuchten Wiesen blüht. Die Schaumkresse schmeckt genau wie unsere Küchenkresse. So habe ich den ganzen Winter gesundes Grün mit Kressengeschmack frisch aus dem Garten.

Lassen Sie die Einjährige ruhig blühen. Sie setzt schnell Samen an, vertrocknet dann und fällt z.B. im Staudenbeet dann nicht weiter auf. Und die Samen sorgen dann ab Herbst wieder für junge Kressepflänzchen. Nebenbei werden wahrscheinlich auch so manche Samen für die Vögel verstreut.

Spätsommer im Naturgarten: Zeit für Früchte 1 – das Urobst der Kornelkirsche

Im Naturgarten blühen jetzt Ende August noch die Spätblüher unter den Stauden – aber daneben leuchtet auch eine andere Farbe und kündigt den Spätsommer bzw. Frühherbst an. Rot leuchten die Früchte der verschiedenen Sträucher und Bäume. Vor allem heimische und naturbelassene Sträucher warten nun auch mit Früchten auf. Denn ein gefüllter Schneeball kann eben keine Früchte ansetzen. Eine gefüllte Rose bringt normalerweise keine Hagebutten hervor. Ihre Blüten sind verändert worden.

Hier ein paar meiner Lieblingssträucher dieser schönen Jahreszeit: Als erstes die Kornelkirsche (Cornus mas) mit ihren essbaren roten kleinen säuerlichen Kirschen. Erstaunlich gut steht sie auch in alten Parks und neben Bauernhäusern, obwohl sie eigentlich kalkhaltigen Boden lieben müsste. Ihre zarte gründlichgelbe Blüte im Vorfrühling ist eine der ersten Bienenweiden.

Jetzt Melde (Weißen Gänsefuss) ernten

Jetzt im Hochsommer ist auf den Ackerflächen im Gemüsegarten – aber auch auf manchem Neubaugrundstück – die „Melde“ gewachsen. Bei uns ist damit der Weiße Gänsefuss gemeint. Jetzt ist er saftig grün und hat wahrscheinlich schon die inhaltsstarken Samen ausgebildet. So nehme ich ihn als Grundlage für den Wildkräuter-Smoothie (mit 1 Banane, 1/2 Grapefruit und 1 Scheibe Zitrone mit Schale :-)). Oder er kommt kleingehackt als Ergänzung über den Salat, denn er schmeckt angenehm salzig. Oder ich nehme ihn ebenfalls kleingehackt für Spinat. Dazu brate ich gehackte Zwiebeln und Knoblauch an, gebe die kleingehackten weißen Gänsefußblätter ohne Stiele dazu. Etwas Wasser darüber geben, so dass es gut 5 Minuten lang kochen kann. Mit Sahne abschmecken und mit frischen Pellkartoffeln servieren. Das schmeckt ziemlich genau wie gekaufter Spinat, ist aber so viel frischer und steckt voller Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Die Wildkräuter haben im Vergleich zum gezüchteten Kulturgemüse übrigens sehr viel mehr der verschiedenen Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Jedes Kraut hat etwas anderes. Der weiße Gänsefuss punktet mit besonders viel Vitamin B1, Vitamin B2, Kalium und Magnseium. Es sind unglaubliche Werte…

Einfach rund ums Jahr immer 1-2 Handvoll derjenigen Kräuter pflücken, die gerade saftig grün sind. So kommt Abwechselung auf den Tisch und man wird mit den verschiedensten Vitalstoffen versorgt. Bestimmt ein Plus in unserer stressigen Zeit.

Essbares Wildkraut der Saison: die Brennessel

Jetzt blüht der Giersch schon und ich hatte gar nicht die Zeit, ein Foto vom Gierschspinat in den Blog zu stellen. Auch der Löwenzahn, mein allerliebsten essbares Unkraut, ist jetzt verblüht und seine Blätter werden etwas ledriger. Genau in diesem Moment wächst nun die Brennessel so richtig schön saftig. Noch blüht sich nicht, das heißt ihre ganze Kraft steckt im Moment in den Blättern. Zeit für einen Smoothie mit Brennessel oder den sättigenden Brennessel-Spinat. Die Brennessel steckt voller Mineralien wie Kalzium und Eisen. Sie enthält ein Vielfaches von dem, was in gezüchtetem Kulturgemüse zu finden ist. Daneben natürlich eine ganze Bandbreite an Vitaminen und anderen wichtigen Vitalstoffen. Sie ist das Frühjahrs-Reinigungskraut. Unersätzlich auch in der Kartoffel-Brennesselsuppe. Probieren Sie es aus. Sie werden erstaunt sein, wie sättigend solch eine Mahlzeit ist.

Wildkräuter-Salat im Hochsommer

Dieser Salat mit einer großen Handvoll Wildkräutern besteht aus Tomaten, Möhren, Roter Bete, Zwiebeln und den Wildkräutern: Vogelmiere, Malve, Gänsedistel, Löwenzahn, Gänsefuß… Alles was jetzt im Gemüsegarten beim Jäten so anfällt. Vielfalt und Farben der Natur. Dazu ein selbstgemachtes cremiges Dressing aus Fenchel, Zitrone, Gewürzen, Mandeln, Knoblauch und Chili 🙂

Wildkräuter-Smoothie: grüner Zitronen“pudding“ :-)

Und so sieht er aus, der grüne, wilde „Zitronenpudding“ aus Wildkräutern, Obst und 2 TL Chia-Samen. 🙂
Dafür habe ich vor allem Wildkräuter aus dem Garten plus 1 Blatt vom ersten Grünkohl genommen.
Vom restlichen Grünkohl wurde dann ein fermentiertes Kim Chi hergestellt: bissfestes koreanisch schmeckendes „Sauerkraut“ in Dunkelgrün mit ein paar Karotten für mehr Farbe…

Wildkräuter-Smoothie im August

Für einen Wildkräuter-Smoothie ist fast jeden Tag Zeit, denn er ist schnell zubereitet: 1 große Handvoll selbst gesammelter Wildkräuter. Heute gab es alles das, was im Gemüsegarten gejätet werden musste, weil es im Weg hing :-): Malvenblätter, die erste Vogelmiere, Gänsedistelblätter, Löwenzahn und Gänsefuß, dazu 1 Blatt vom ersten eigenen Grünkohl, 1 Banane und ein weiteres saftiges Obst wie 1 Nektarine oder 1 Handvoll Beeren (oder 1 Orange oder 1/2 Grapefruit, je nach Saison). Als I-Tüpfelchen gebe ich eine Scheibe von einer Bio-Zitrone samt Schale mit hinein.Alles gut mixen. Und dann in eine Schale zusammen mit 2 TL Chia-Samen geben. Dann schmeckt das Ganze wie ein grüner Zitronenpudding. Herrlich. Und die Wildkräuter sin so voller MIneralien, Vitamine, Spurenelemente, Enzyme etc. etc. … ein Mehrfaches von dem, was in gezüchtetem Gemüse steckt. Das wirkt spürbar. Guten Appetit.