Kategorie: Aktuelle Bilder aus dem Biogarten

Meine Kompoststatt

Seit nun rund 17 Jahren baue ich jedes Jahr Schicht um Schicht einen Kompost auf, der nicht mehr umgesetzt werden muss sondern in wenigen Monaten zu krümeligem, nährstoffreichem Mulchdünger wird. Das Verfahren habe ich von Alwin Seifert. Da es sehr rückenschonend ist, behalte ich es nach wie vor bei. Zuunterst werden Zweige gelegt, darauf eine Schicht Wurzelunkräuter wie Quecken, Grassoden mit Quecke (bzw. hier: Honiggras, das sich in unseren Moorgärten wie Quecke verbreitet und hier so genannt wird). Die liegen dann so tief unten im Komposthaufen, dass sie gut vergehen. So kommen keine Quecken auf die Gemüsebeete. Darauf dann immer 20 cm Grünabfälle gemischt mit Laub und Staudenschnitt. 1 x dazwischen den notwendigen Gartenkalk über den Komposthaufen gepudert. Und darauf eine gute Lage frischen Pferdemist. Wieder 20 cm Grünabfälle mit Laub, Schnitt und Kalk. Und darauf wieder Pferdemist. Und so weiter, bis ich 1 m erreicht habe. Das Ganze ca 4 Monate bzw über den Winter unter eine Decke aus Grasschnit6t liegen lassen. Und fertig ist der schönste, duftende Kompost für alle Gemüsebeete.

Wenn jetzt im Spätwinter zuviel Gehölzschnitt anfällt, dann wir er an einer Stelle wie vorne links gesammelt und nach und nach unten in den Kompost eingearbeitet.

Endlich wieder ein zugefrorener Teich im Naturgarten

Was für ein mittlerweile seltener winterlicher Anblick: Vor einer Woche noch war unser Teich endlich einmal wieder zugefroren, so dass ich die Gräser auch von der Mitte aus runterschneiden konnte. Wichtig für die Tiere im Teich ist es, dass überhaupt Gräser oder Staudenstängel wachsen und das Eis durchbrechen. Daher die Stängel deutlich über der Wasseroberfläche abschneiden, falls überhaupt…. Die Natur braucht den Schnitt nämlich eigentlich nicht. Das gilt für den ganzen Garten. In der freien Landschaft schneidet auch niemand die Stängel runter. Ein Teil knickt bei Wind, ein Teil bleibt stehen.

Schwarzkohl im Januar – gesunde Nahrung direkt aus dem Garten

Einfacher kann man sich zur Zeit gar nicht mit gesundem Grün frisch aus dem Garten versorgen: Der toskanische Schwarzkohl (Nero di Toscana) steht seit Juli in meinem Garten, produziert laufend neue grüne Blätter und versorgt uns jetzt, da die Wildkräuter kaum noch wachsen. In den Monaten Dezember, Januar und Februar kann ich auf Grünkohl, Schwarzkohl, Feldsalat, Endiviensalat, Bataviasalat, Posteleinsalat und Mangold und sogar auf Fenchelgrün aus dem Biogarten zurückgreifen. Was für eine Fülle 🙂

Spätsommerblütenmeer = nur mit Exoten

Für das Spätsommer-Blütenmeer im Biogarten brauche ich die exotischen Pflanzen. Die heimische Flora weist zwar noch eine kleine Restblüte auf. Ihr eigentlicher Schmuck sind jedoch die Herbstfrüchte.

Phlox, Rudbeckien, Nachtkerzen, Waldaster, sowie die meisten anderen Astern… sie alle sind keine heimischen Pflanzen und sie benötigen einen viel besseren Boden, als wir ihn hier haben. Das geht nur im Gemüsegarten.