Warum ich dieses Jahr das Vogelhäuschen im Schuppen stehen lasse.

Die Vögel fressen im Winter natürlicherweise je nach Art fetthaltige Samen oder auch Insekten und andere Kleintiere.

Auf diesen Samenständen der Kugeldistel (Echinops ssp) sehe ich zum Beispiel gerne Finken sitzen und die relativ großen Samen herauspicken. Die Amseln scharren dagegen im Laub unter der Hasel und auf dem Kompost. Die Meisen turnen nebenan an den kleineren Staudenstängeln und auch durch die Äste unseres Ahorns. Überall sind Vögel. Vor allem bei milderem Regenwetter. Hier im relativ naturbelassenen Garten finden sie das echte, das natürliche Winterfutter. Vögel brauchen je nach Jahreszeit das richtige Futter. Im Winter fetthaltige Samen, im Frühjahr bei der Jungenaufzucht zarte Insekten.

Nachdem ich lange über das natürliche „Futter“ für uns Menschen nachgeforscht und dabei von Studien gelesen habe, die zeigen, dass es z.B. bei Katzen nicht egal ist, ob ein Eiweiß erhitzt ist oder nicht, gehe ich nun davon aus, dass wir den Vögeln eher schaden als nützen, wenn wir z.B. erhitztes Fett füttern. Die klassischen Meisenknödel eben. Wenn wir die Vögel wirklich fördern wollen, dann sollten wir ihnen einen Lebensraum lassen, in dem ihre natürliche Nahrung ganz von allein zum richtigen Zeitpunkt im Jahr vorkommt. Und dann können wir sie im Naturgarten in Scharen beobachten. Wo es jedoch nur noch sterile Gärten ohne Blattläuse und nur Blumen mit gefüllten Blüten ohne Samen gibt, da sollten wir die Vögel nicht künstlich mit willkürlich ausgewähltem Futter füttern, denn dort könnten Sie ihre Jungen gar nicht gesund heranziehen.

Es ist wie immer ein Zusammenspiel vieler Faktoren und wir können – wie immer – darauf vertrauen, dass die Evolution schon ein perfektes Zusammenspiel von Pflanzen- und Tierwelt ermöglicht. Lassen wir einen Teil unserer Gärten so naturnah wie möglich und…… beobachten unsere Vögel.

 

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