Schlagwort: Lungenkraut

Naturgarten-Rundgang im März

Einmal im Monat möchte ich Ihnen bei einem Rundgang durch meinen Naturgarten und meinen Bio-Gemüsegarten mit seinen vielen heimischen Wildpflanzen und heimischen Sträuchern zeigen, wie schön und interessant so ein Garten sein kann und welche Insekten und Vögel es gerade zu sehen gibt.

So sehen Sie auch, welche heimischen Pflanzen in diesem Monat bei uns auf dem nährstoffarmen, sandigen Boden im abgetorften Moor gerade gut blühen – bei minimaler Kompostgabe in den üppigen Beeten mit 70 % heimischen Stauden oder im ungedüngten, naturbelassenen Gartenteil. Sie sehen die freiwachsenden heimischen Sträucher und Kleinbäume, ein Trockenbiotop und einen Teich, daneben ein Stück ursprünglicher Wald auf Torf. Es ist aber auch ein Familiengarten, der sowohl allen Familienmitgliedern etwas bieten als auch die heimische Natur in ihrer Schönheit erlebbar machen soll. Deshalb gibt es auch einen großen Kräuterrasen, Terrassen und Sitzplätze.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Inspiration mit und lassen heimische Pflanzen im Garten blühen und ziehen so auf natürliche Weise mehr Insekten und Vögel in den Garten.

Im März wirkt der Garten milder, am Boden ist es etwas saftiger grün. Die Lerchenspornkolonien unter der Buchenhecke sind für die ersten Hummel-Königinnen da. Daneben eine Kolonie Hohe Schlüsselblume. Am Lungenkraut ist die Frühlingspelzbiene zu sehen. Dazu ein Lehmkasten für ihre Brut. Und am Hang blühen die wilden kleinen Narzissen (N. lobularis). Als zweitfrühester Strauch blüht die ökologisch wertvolle aber Ausläufer treibende Schlehe in Weiß.

Sie sehen, wie ich die Beete ganz leicht dünge und die Samenstände bis Ende Februar stehen lasse und dann erst auf den Kompost bringe oder vor Ort klein schneide und liegen lasse, wie sich die Stauden von selbst versamen und so die Lücken füllen, wie die Sträucher natürlich blühen und fruchten dürfen und möglichst nicht geschnitten werden. Dazu gibt es die Bereiche des Gartens, die gar nicht gedüngt werden, wie der Sandkasten, das Moor, der Teich und das Wäldchen mit seinen Birken, Faulbäumen, Ilex und Ebereschen.

Vorherige Anmeldung nicht erforderlich.

Der Rundgang ist kostenlos und dauert ca. 1 Stunde.

Beim anschließenden Gespräch beantworte ich gerne all Ihre Fragen zum Thema Naturgarten, natürliches Gärtnern und Wildkräuter.

Naturgarten-Planerin Julia Wehner

Mooringer Str. 4b

28865 Lilienthal – Worphausen

Tel.: 04792 955683

Ein Lehmkasten für Pelzbienen – Eine Bauanleitung

Schon seit einiger Zeit wollte ich die Bauanleitung für den Pelzbienen-Kasten hier in den Blog stellen. Mein Wildbienen-Spezialist hat die Anleitung für mich aufgeschrieben. Viel Spaß beim Bauen. Vielleicht ist das auch ein schönes Projekt für Kinder. Sonnig und geschützt aufstellen und irgendwo im Garten im Halbschatten Lungenkraut pflanzen.

Und im nächsten Frühjahr und vor allem im Frühjahr danach kann man dann sofort die interessante hummelähnliche Frühlings-Pelzbiene beobachten. Sie stellt sich praktisch sofort ein, wenn irgendwo Lungenkraut blüht. Und wenn noch ein Lehmkasten daneben steht, dann brummt es dort im April. Viel Spaß!

Bauanleitung für einen Lehmkasten für Pelzbienen:

Man benötigt einen Kasten, zum Beispiel aus Holz oder Stein und Claytec-Lehmpulver (Baulehm gemahlen) ohne irgendwelche Zusätze. Der Kasten sollte nicht zu groß sein, da er nach dem Befüllen ziemlich schwer wird. Man kann auch mehrere kleine Kästen befüllen und die nebeneinander oder übereinander stapeln. Das Lehmpulver schüttet man nach und nach in den Kasten und giesst immer wieder vorsichtig Wasser nach. Auf keinen Fall zuviel Wasser nehmen, da der Lehm sonst zu hart wird und nicht von Pelzbienen besidelt wird. Das angefeuchtete Lehmpulver dann immer wieder durchkneten, so dass eine krümelige Struktur entsteht, in etwa wie ein Streuselkuchen. Man kann den Lehm auch in einem Extragefäß ankneten und dann nach und nach in den Kasten füllen. Dies sollte aber zeitnah geschehen, da sonst bei einer längeren Pause der Lehm nicht mehr richtig haftet. Die Lehmschicht sollte ungefähr eine Mindesttiefe von 10 cm haben, da die Pelzbienen ihre Nistgänge darin graben wollen. Sie graben aber nicht nur in die Tiefe, sondern auch seitlich. Zum Schluss die letzte Lehmschicht leicht mit der Handinnenfläche andrücken, damit der Lehm nicht gleich wieder rauskrümelt. Dann in den noch weichen Lehm 8 mm-große Löcher hineindrücken. Aber nur ca. 2 cm tief. Die Pelzbienen nehmen diese Löcher als Beginn für ihre Nistgänge. Besiedelte Löcher erkennt man an dem feinen Genagsel unterhalb des Loches. Den Lehmkasten dann durchtrocknen lassen an einer regengeschützten Stelle oder drinnen im ungeheizten Raum. Nach dem Trocknen kann man entstandene Risse noch mit weichem Lehm zuschmieren. Dann den Kasten an einer regengeschützten Stelle (am besten mit Dach) sonnig oder halbschattig aufstellen. Wenn der Kasten erstbesiedelt ist und die Frühlings-Pelzbienen nicht mehr fliegen (im Juni) am besten den Kasten mit Kaninchendraht vor Vogelfraß schützen.

„Tiere pflanzen“: z.B. mit dem Lungenkraut

Wenn Sie das gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) pflanzen, dann „pflanzen“ Sie automatisch die rundliche Frühlings-Pelzbiene. Können Sie sie auf dem Foto erkennen? Sie sieht aus wie eine keine Hummel. Die Männchen patroullieren zur Zeit schon die Blüten des Lungenkrauts ab. Sie schwirren schnell und im seltsam eckigen Flug zwischen Blüte und Lehmwand hin und her und warten auf die Weibchen. Diese Wildbiene lohnt es sich wirklich kennenzulernen. Ich versuche jedes Jahr ein paar Wildbienen mehr von meinem Wildbienen-Spezialisten der BioS Osterholz erklärt zu bekommen. Insgesamt kommen im Landkreis über 100 verschiedene Arten vor. Deutschlandweit sind es über 500 Wildbienenarten. Eine große Vielfalt an Formen und Lebensweisen. Manche brüten im sandigen Boden. Andere in hohlen Stängeln und wieder andere, wie die Frühlings-Pelzbiene, im nicht zu harten Lehm.

Dieses Lungenkraut habe ich vorletztes Jahr unter den Pflaumenbaum gepflanzt. Ich möchte eigentlich mehr davon pflanzen, vergesse aber immer die Samen der Mutterpflanze zu sammeln. Schon im Jahr der Pflanzung kamen die Frühlings-Pelzbienen. Und in der Lehmwand im Holzkasten, die wir direkt daneben aufgestellt hatten, wurden erste Nester gegraben. Letztes Jahr schlüpfte „meine“ erste Brut. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie einfach man Tiere „pflanzen“ kann…:-)

Wie wäre es auch bei Ihnen mit einem „Teppich“ von Lungenkräutern für die Frühlings-Pelzbiene? In Bremen kenne ich Baumscheiben großer alter Laubbäume, die im April schön blau vom Lungenkraut blühen. Viel Vergnügen beim Kennenlernen dieser sympathischen Wildbiene.

Besonders schön ist auch, dass das Lungenkraut mit seinem hübschen Blatt auch nach der Blüte noch die ganze Saison über attraktiv ist.

Naturgarten-Rundgang im März

Einmal im Monat möchte ich Ihnen bei einem kostenlosen Rundgang durch meinen Naturgarten und meinen Bio-Gemüsegarten mit seinen vielen heimischen Wildpflanzen und heimischen Sträuchern zeigen, wie schön und interessant so ein Garten sein kann und welche Insekten, Vögel, Pilze und Beeren es gerade zu sehen gibt. Im März wirkt der Garten milder, am Boden ist es etwas saftiger grün. Die Lerchenspornkolonien unter der Buchenhecke sind für die ersten Hummel-Königinnen da. Am Lungenkraut ist die Frühlingspelzbiene zu sehen. Und am Hang blühen die wilden kleinen Narzissen (N. lobularis). Als zweitfrühester Strauch blüht die ökologisch wertvolle aber Ausläufer treibende Schlehe in Weiß.

Hier können Sie also sehen, welche heimischen Pflanzen in diesem Monat bei uns im abgetorften Moor gerade gut blühen. Sie sehen die 70/30 Mischung von heimischen und exotischen Stauden, die ich hier im Garten rund um unser Haus gepflanzt habe. Sie sehen, wie ich die Beete ganz leicht dünge und die Samenstände bis Ende Februar stehen lasse und dann erst auf den Kompost bringe oder vor Ort klein schneide, wie sich die Stauden von selbst versamen und so die Lücken füllen, wie die Sträucher natürlich blühen und fruchten dürfen und möglichst nicht geschnitten werden. Dazu gibt es die Bereiche des Gartens, die gar nicht gedüngt werden, wie der Sandkasten, das Moor, der Teich und das Wäldchen mit seinen Birken, Faulbäumen, Ilex und Ebereschen.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Inspiration mit und lassen heimische Pflanzen im Garten blühen und ziehen so auf natürliche Weise mehr Insekten und Vögel in den Garten.

Bei dem Rundgang und beim anschließenden Gespräch beantworte gerne all Ihre Fragen zum Thema natürliches Gärtnern und Essbare Wildkräuter.

Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Es ist möglich, im Garten 1,5 m Abstand zu halten.

Der Rundgang ist kostenlos und dauert ca. 1 Stunde. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wenn Sie möchten, können Sie gern eine Spende in meinen Spendenbecher geben.

Mooringer Str. 4b

28865 Lilienthal – Worphausen

Tel.: 04792 955683