Schlagwort: Großer Wiesenknopf

Die besten heimischen Wildpflanzen für Insekten im August 1: Großer Wiesenknopf

Hier in dieser feuchten Gegend nach diesem regenreichen Sommer gedeihen einige der typischen Feuchtwiesenstauden besonders gut. Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinallis) ist schon so selten, dass seine restlichen Vorkommen schon gesucht und kartiert werden. Dabei ist er hier im Landkreis noch anzutreffen. Und erstaunlicherweise ist es eine der Stauden, die sich in meinem Garten, also auf sandigem, sauren aber auch etwas feuchtem ehemaligen Moorboden gut versamen. Obendrein fliegen die Insekten auf ihn. In Süddeutschland gibt es sogar einen auf diese Pflanze spezialisierten Bläuling. Aber auch hier fliegen die Bläulings-Schmetterlinge gerne auf die weinroten Knöpfchen des Großen Wiesenknopfes.

Auch in der klassischen Gartengestaltung wie z.B. bei Piet Oudolf wird Sanguisorba officinalis mit seinen leichten, sich wiegenden Blütenständen gerne als zartes Element in Staudenpflanzungen verwendet.

Die echte, selten gewordene Wildform ist wunderschön und eigentlich nur bei spezialisierten Gärtnereien zu bekommen. In den normalen Gärtnereien bekommen die Kunden nachweislich viele Wiesenknöpfe aus anderen Kontinenten oder deren Kreuzungen unter demselben Namen verkauft. Ich würde bei der Wildstaudengärtnerei Strickler in Alzey bestellen – www.gaertnerei-strickler.de/shop.htm – oder bei Hof Berg-Garten im Schwarzwald – https://shop.hof-berggarten.de.

Naturgarten-Rundgang im August

Einmal im Monat möchte ich Ihnen bei einem Rundgang durch meinen Naturgarten und meinen Bio-Gemüsegarten mit seinen vielen heimischen Wildpflanzen und heimischen Sträuchern zeigen, wie schön und interessant so ein Garten sein kann und welche Insekten und Vögel es gerade zu sehen gibt.

So sehen Sie auch, welche heimischen Pflanzen in diesem Monat bei uns auf nährstoffarmem Sand im abgetorften Moor gerade gut blühen – bei minimaler Kompostgabe in den üppigen Beeten mit 70% heimischen Stauden oder im ungedüngten, naturbelassenen Gartenteil. Dort sehen Sie die freiwachsenden heimischen Sträucher und Kleinbäume, ein Trockenbiotop und einen Teich, daneben ein Stück ursprünglicher Wald auf Torf. Es ist aber auch ein Familiengarten, der sowohl allen Familienmitgliedern etwas bieten als auch die heimische Natur in ihrer Schönheit erlebbar machen soll. Deshalb gibt es auch einen großen Kräuterrasen, Terrassen und Sitzplätze.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Inspiration mit und lassen mehr heimische Pflanzen im Garten blühen und ziehen so auf natürliche Weise mehr Insekten und Vögel in den Garten.

Im August sind die Wiesenpflanzen an der Terrasse bis auf die Lavatera thuringiaca und einzelne Nachblüten der Wiesenwitwenblume und der gelben Skabiose verblüht. Es dominieren die Gräser. Im großen Beet sind Anfang August immer noch einige Skabiosen und Großer Wiesenknopf mit Restblüten zu sehen. Schmetterlinge und Bienen sieht man auf dem Wasserdost und am Blutweiderich am Teich. Prächtige Blüten sind in diesem Monat aber vor allem von den nordamerikanischen Stauden im Gemüsegarten zu erwarten. Und von einigen MIttelmeerpflanzen wie Linaria purpurea oder der Weinraute.  Die heimischen Stauden dürfen Samen ansetzen und sich vermehren. Gerne gebe ich Samen für Ihren Garten ab. Die europäischen Rosen haben ebenfalls ausgeblüht und setzen Hagebutten an. Die Zeit der Beeren kommt. Die Ebereschen am Waldrand beginnen jetzt rot zu leuchten.

Bei dem Rundgang und beim anschließenden Gespräch beantworte ich gerne all Ihre Fragen zum Thema Naturgarten, naturnahe Gartenpflege und Wildkräuter.

Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Es ist möglich, im Garten 1,5 m Abstand zu halten.

Der Rundgang ist kostenlos und dauert ca. 1 Stunde. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wenn Sie möchten, können Sie danach gerne eine Spende in meinen Spendenbecher geben.

Mooringer Str. 4b

28865 Lilienthal – Worphausen

Tel.: 04792 955683

Naturgarten-Rundgang im Juli

Einmal im Monat möchte ich Ihnen bei einem Rundgang durch meinen Naturgarten und meinen Bio-Gemüsegarten mit seinen vielen heimischen Wildpflanzen und heimischen Sträuchern zeigen, wie schön und interessant so ein Garten sein kann und welche Insekten und Vögel es gerade zu sehen gibt.

So sehen Sie auch, welche heimischen Pflanzen in diesem Monat bei uns auf nährstoffarmem Sand im abgetorften Moor gerade gut blühen – bei minimaler Kompostgabe in den üppigen Beeten mit 70% heimischen Stauden oder im ungedüngten, naturbelassenen Gartenteil. Sie sehen die freiwachsenden heimischen Sträucher und Kleinbäume, ein Trockenbiotop und einen Teich, daneben ein Stück ursprünglicher Wald auf Torf. Es ist aber auch ein Familiengarten, der sowohl allen Familienmitgliedern etwas bieten als auch die heimische Natur in ihrer Schönheit erlebbar machen soll. Deshalb gibt es auch einen großen Kräuterrasen, Terrassen und Sitzplätze.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Inspiration mit und lassen mehr heimische Pflanzen im Garten blühen und ziehen so auf natürliche Weise mehr Insekten und Vögel in den Garten.

Anfang Juli blüht das große Beet auf, nach und nach blüht der Große Wiesenknopf auf, eine der Stauden, die wirklich gebietsheimisch sind und die doch mittlerweile so selten sind, dass Wildvorkommen schon kartiert werden. Gleichzeitig ist der Große Wiesenknopf eine der Pflanzen, die auch in der edelsten Gartengestaltung verwendet werden: wie wäre es mit dem Original und keinen Züchtungen oder Wiesenknöpfen aus anderen Kontinenten. Eine faszinierende Pflanze. Daneben blühen der Große Odermennig, Mädesüß, all die Königskerzen, Malven, Thüringische Strauchpappel, Skabiosen. Ein Blütenmeer – und bei Sonne schwirren die Insekten. Es ist Hochsommer. Kennen Sie Wollbienen – pflanzen Sie Heilziest und die Wollbiene stellt sich sofort ein. Europäische Rosen haben ausgeblüht und setzen Hagebutten an. Für eine weitere Farbpracht im September

Bei dem Rundgang und beim anschließenden Gespräch beantworte gerne all Ihre Fragen zum Thema natürliches Gärtnern und essbare Wildkräuter

Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Es ist möglich, im Garten 1,5 m Abstand zu halten.

Der Rundgang ist kostenlos und dauert ca. 1 Stunde. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wenn Sie möchten, können Sie danach gerne eine Spende in meinen Spendenbecher geben.

Mooringer Str. 4b

28865 Lilienthal – Worphausen

Tel.: 04792 955683

Heimische Wildstauden für den Feuchtstandort in ehemaligen Moorgegenden

Im Wildstaudenbeet mit den wirklich gebietstypischen Stauden blüht jetzt der Große Wiesenknopf auf (Sanguisorba officinalis). Er wird deutschlandweit schon kartiert und ist doch u.a. durch Piet Oudolf zu einer der typischen Zierstauden für das moderne Staudenbeet geworden. Ich plädiere für die Wildform. Schön genug ist sie allemal mit ihren dunkelweinroten, fast braun wirkenden Blütenknöpfchen. Sie ziehen Bläulinge und Weißlinge (Falter) an.Der Große Wiesenknopf versamt sich sehr stark bei mir. Die Exemplare, die über die Wege hängen, stehen lange in meiner Vase.

Daneben ist dieses Jahr auch das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) gut in die Blüte gekommen. Es duftet interessant nach Mandeln. Die Blätter sind essbar, aber natürlich etwas bitter. Ein Rosenkäfer landet laut brummend auf der schaumig-cremeweißen Blüte. Er frisst Pollen. Wenn aber z.B. Rosen zu stark gefüllt sind, dann wurden die so wichtigen Staubgefäße mit dem Pollen in viele neue Blütenblätter umgezüchtet und der Rosenkäfer findet dort keine Nahrung mehr. Wer ihn sehen möchte, sollte besser schalenförmige, ungefüllte Rosen, Thalictrum aquilegifolium (heimische Akeleiblättrige Wiesenraute), Thalictrum flavum (für den Teich, das Bachufer, heimische Gelbe Wiesenraute) oder eben Mädesüß (an Teichen, Gräben) pflanzen.

Die blauen Kerzen stammen vom Langblättirgen Ehrenpreis (Veronica longifolia). Dies ist eine Staude, die in unserer Region an den Flüssen vorkommt, sich aber erstaunlicherweise in meinen Beeten auf sandigem, abgetorften Moorboden mit jährlich nur einer ganz kleinen Spur Dünger sehr stark aussät. Eine Rote-Liste-Art, die von Schmetterlingen und Bienen stark besucht wird. Wunderschön, gebietsheimisch… was möchte ich mehr. Nächstes Jahr versuche ich es ganz ohne Dünger. Am Teichrand versamt er sich schon von alleine.

Ganz vorne noch steht eine der sich auch oft selbst gut versamenden Schwarzen Königskerzen (Verbascum nigrum) mit ihren gelben Blüten mit den violetten Staubgefäßen. Sie ist bei bestimmten Wildbienen sehr beliebt. Ein weiterer Vorteil dieser Königskerzen-Art: Es ist eine Staude, die jedes Jahr wieder kommt. Und sie passt gut auf unsere Böden, denn sie kommt auch auf kalkfreien, sauren Böden wild vor.

Alle diese Stauden, die sich selbst versamen, machen das Gärtnern im Naturgarten so einfach. Sie schließen alsbald alle Lücken, so dass ich kaum Unkraut zupfen muss. Noch ein Vorteil des Naturgartens 🙂