Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist eine wirklich gebietsheimische Staude. Sie wuchs vor 25 Jahren, als ich anfing, diesen Garten hier zu gestalten, an den Wegrändern einer Nachbarstraße. Bundesweit werden ihre Standorte übrigens schon kartiert. Hier in den ehemaligen Moorgebieten hinter Bremen wächst sie hier und da wild. Damals habe ich mir im August vom Wegesrand ein paar Samen mitgenommen und daraus Jungpflanzen gezogen und ein paar davon in das große Beet gepflanzt. Hier sieht man, wie offen der Garten und das große Beet 2006 noch war:

Bis heute hat der Große Wiesenknopf sich in diesem Beet gehalten und gut versamt. Jedes Jahr erscheint er in größerer oder kleinerer Zahl. Im Mai wird er meist von einem Reh heruntergefressen, so dass ich danach die Grundstücksränder mit Bändern absperren muss. Danach erholt er sich und blüht dann ganz regelmäßig im Juli/August. Eine der letzten heimischen Pflanzen bei uns. Im August bestimmen in den meisten Beeten die schön duftenden, aber nordamerikanischen Phloxe das Bild. Aber im großen Beet blühen zu dieser heimischer Heilziest, Schwarze Königskerzen, Prachtnelke, wenn das Jahr feucht war, und Großer Wiesenknopf und ziehen viele Falter, Honigbienen und Wildbienen sowie unzählige mir unbekannte Insekten an.


