Gräser und Samenstände: der Naturgarten im Winter

Im Winter bleiben Samenstände, Stauden und Gräser erst einmal stehen. So finden Insekten Unterschlupf, Vögel Nahrung und wir bekommen viele schöne Fotomotive. Besonders im Raureif oder mit Schnee bestäubt sehen diese Gerüstbildner im Wintergarten interessant aus. Die Natur „räumt ja auch nicht auf“. Die Stauden benötigen das Herunterschneiden jedenfalls nicht um zu wachsen. Lassen Sie Gräser und Staudenstängel stehen, wo sie den Blick im Frühjahr nicht stören. In den Beeten nahe dem Haus schneide ich dann je nach Witterung Ende Februar oder Anfang März die alten Stängel herunter, damit ich die Frühblüher besser sehen kann. Dann kann der Lebenszyklus des Naturgartens wieder von vorne beginnen.
Eine Wiese dagegen ist ja ein von Menschen gestaltetes Element. Von Natur aus würde sie meist schnell zu einem Wald heranwachsen, wenn wir nicht 1 – 2 Mal im Jahr mähen würden. Daher sollte eine Magerwiese einmal im Jahr im Juni und eine fettere Wiese zweimal im Jahr, im Juni und im August/September, gemäht werden und „kurz“ in den Winter gehen. So kann umknickendes Gras die Wiese darunter nicht ersticken und Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen und andere Frühblüher werden auch wirklich gesehen.

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