Viel ist nicht zu tun in meinem nun seit 20 Jahren bestehenden und damit recht eingewachsenen 70%igen Naturgarten, aber entlang der großen Wildstaudenbeete muss ich aufpassen, dass Gras und Gundermann nicht in die Beete einwandern. Das habe ich gerade bei einem großen Projekt gesehen. Wenn die Pflege, gerade in der Anfangszeit verpasst wird, dann kann man fast die ganze Pflanzung noch einmal neu anlegen.
Und anscheinend habe ich es in diesem Sommer auch versäumt, einmal hinter das große Beet zu gehen. Da waren dann schon Quadratmeter Gundermann zu sehen, die ich jetzt leider rausjäten musste. So etwas stört natürlich das Bodenleben sehr. Da wäre es besser gewesen, rechtzeitig die kleinen Pflanzen zu jäten.
Und auch bei der Bibernellrosen-Sorte Latifolia´, die dort zunehmend im Schatten des großen Haselstrauches steht, muss ich entscheiden, was ich mit den immer mehr werdenden Ausläufern tue. Alle niedrigen heimischen Rosen, also Essigrose (Rosa gallica) und Bibernellrose (Rosa pimpinellifolia) bilden, wenn sie auf eigener Wurzel stehen, Ausläufer und möchten eigentlich ihren Standort ständig verändern. Der Boden wird „rosenmüde“ sagt man. Also lasse ich nach fast 20 Jahren jetzt mal der Rose ihren Willen und schaue zu, was daraus wird.
Dieses Experiment mache ich ja schon mit der Zypressenwolfsmilch. Und ich sehe auch, was dort an die schattige Stelle einwandern wird: Wald-Ziest (Stachys sylvatica). Der kann natürlich mit Schatten umgehen und ist zudem noch für eine Wildbienenart ganz entscheidend.
Hier das Video mit Eindrücken vom Gartenrundgang mit Pflegegang von Anfang Oktober 26, das ich auf meinem YouTube-Kanal EinfachNaturgarten zeige:

