Schlagwort: Bibernellrose

Heimische Wildrosen und ihre Sorten: Rosa pimpinellifolia Latifolia

Hier möchte ich ein paar der heimischen Wildrosen und ihrer Sorten vorstellen: Bibernellrosen (Rosa pimpinellifolia) und ihre Sorten blühen ungefähr einen Monat früher als die meisten anderen Rosen und haben dazu einen herrlichen, weit tragenden Duft. Ihr Blatt sieht den ganzen Sommer über gesund aus. Ein wunderschöner Kleinstrauch von ca 1 – 1,5 m Größe. Die ungefüllten oder wie hier halbgefüllten Blüten bieten noch Pollen für den Rosenkäfer. Auf dieser Rosa pimpinellifolia Latifolia habe ich oft mehrere der goldglänzenden Käfer.


Alle europäischen Rosen blühen aber nur einmal im Jahr. Es sind die asiatischen Rosen, die mehrfach blühen. Ein Grund für die Kreuzung der Rosen.
Dafür braucht man die Bibernellrose aber z.B, überhaupt nicht zu wässern. Sie benötigt sogar Sandboden, denn ursprünglich kommt sie von den Sanddünen der Nordseeinseln und ähnlichen Gebieten. Heute wächst dort die flächig ausgebrachte und sehr starke Rosa rugosa aus Ostasien (Japan, Korea). Selbst Gärtner verkaufen die Rosa rugosa mittlerweile als „heimische Wildrose“ – gerade bei einem Kunden gesehen.
Die Bibernellrosen schneide ich auch nicht, ich kappe nur konsequent jedes Jahr die Ausläufer, die jede Bibernellrose und jede Gallica-Rose, die noch auf ihrer eigenen Wurzel stehen darf, austreibt. Das war gut auf den Sanddünen :-). Also sind für alle Hänge in praller Sonne auf Sandboden Bibernellrosen sehr zu empfehlen. In den meisten Gärtnereien pfropft man allerdings Bibernell- und Gallicarosen auf andere Wurzelstöcke. Möchten Sie das Original? Dann bestellen Sie bei Naturgarten-Versendern (s. www.naturgarten.org).
Meist braucht die Rosa pimpinellifolia nicht einmal eine Düngung. Aber wenn Sie in reinen Sandboden pflanzen, geben Sie im ersten und zweiten Jahr ein wenig natürlichen Dünger (Kompost, Bio-Streudünger) und ein wenig Kalk. Ist die Rose immer noch gelblich und schwach, weil Sie z.B, auf einem Neubaugrundstück in reinen Sand gepflanzt haben, dann geben Sie ein oder zwei Mal im Herbst reinen Pferdemist. Danach wächst sie von alleine. Und blüht und duftet im Mai oder im Juni …. dem Rosenmonat. .

Schottergarten geht auch naturnah

Im Moment blüht der ehemalige Sandspielplatz so richtig schön auf. Über Bauschutt und Sand wachsen jetzt der Rosenginster (Cytisus purpureus), Zypressenwolfsmilch (Achtung: wuchert – wie man sieht) (Euphorbia cyparissias hier die Sorte „Fens Ruby“ im wilderen Gartenteil rund um das Wäldchen die Wildform) und die Wildform der Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus), die demnächst pink aufblüht und wunderbar duftet. Darüber steht eine Bibernellrose in der Wildform (Rosa pimpinellifolia), die mit ihrem zitronigen Rosenduft einen Monat vor den anderen Rosen den Garten bereichert. Und die Ochsenzunge (Anchusa officinalis) mit ihren kleinen violetten Blüten sät sich fast schon zu reichlich aus. Ich lasse sie im Moment, da sie wirklich sehr viele Bienen verköstigt.

Im Hochsommer wird es dagegen deutlich weniger grün aussehen. So ist das auf Schutt…. ein paar Spätblüher wie Euphorbia seguieriana sind dann schön. Und nebenan blüht dann das Hochsommerbeet auf frischerem Boden.

Naturgarten-Rundgang im Mai

Einmal im Monat möchte ich Ihnen bei einem Rundgang durch meinen Naturgarten und meinen Bio-Gemüsegarten mit seinen vielen heimischen Wildpflanzen und heimischen Sträuchern zeigen, wie schön und interessant so ein Garten sein kann und welche Insekten und Vögel es gerade zu sehen gibt.

So sehen Sie auch, welche heimischen Pflanzen in diesem Monat bei uns auf dem nährstoffarmen, sandigen Boden im abgetorften Moor gerade gut blühen – bei minimaler Kompostgabe in den üppigen Beeten mit 70 % heimischen Stauden oder im ungedüngten, naturbelassenen Gartenteil. Sie sehen die freiwachsenden heimischen Sträucher und Kleinbäume, ein Trockenbiotop und einen Teich, daneben ein Stück ursprünglicher Wald auf Torf. Es ist aber auch ein Familiengarten, der sowohl allen Familienmitgliedern etwas bieten als auch die heimische Natur in ihrer Schönheit erlebbar machen soll. Deshalb gibt es auch einen großen Kräuterrasen, Terrassen und Sitzplätze.

Vielleicht nehmen Sie die eine oder andere Inspiration mit und lassen heimische Pflanzen im Garten blühen und ziehen so auf natürliche Weise mehr Insekten und Vögel in den Garten.

Im Mai ist endlich alles richtig grün und ich freue mich auf die Beete voller Nachtviolen, Akeleien, Wald- und Braunem Storchschnabel, Wiesenkerbel zusammen mit dem Zierlauch Purple Sensation. In der Sonne blüht in wilden Ecken die gebietsheimische Zypressenwolfsmilch. Und kennen Sie Anemone sylvestris, das große Windröschen? Oder die heimische Traubenkirsche mit den weitduftenden weißen Blütenrispen, die hier in unserer Gegend sogar wild vorkommt? Im Trockenbiotop blüht jetzt die Bibernell-Rose mit dem ersten schönen Rosenduft und ihren zarten weißen Blüten – sie blühte früher auf unseren Nordseeinseln im Sand, bevor die ebenfalls sehr gut duftende ostasiatische Rosa rugosa dort angepflanzt wurde.

Bei dem Rundgang und beim anschließenden Gespräch beantworte ich gerne all Ihre Fragen zum Thema Naturgarten, natürliches Gärtnern und essbare Wildkräuter

Vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Es ist möglich, im Garten 1,5 m Abstand zu halten.

Der Rundgang ist kostenlos und dauert ca. 1 Stunde. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wenn Sie möchten, können Sie danach gerne eine Spende in meinen Spendenbecher geben.

Mooringer Str. 4b

28865 Lilienthal – Worphausen

Tel.: 04792 955683