3. Ziergarten mit naturnahen Elementen

Ein Ziergarten mit naturnahen Elementen enthält die üblichen Zierpflanzen, weil sie spät blühen, besonders gut duften oder weil die Kunden einfach an ihnen hängen und an diese Art von Gärten gewöhnt sind. Daneben kann solch ein klassischer Garten jedoch auch viele heimische Pflanzen enthalten. Ich nenne diese Pflanzen oft "Akzeptanzpflanzen". Es sind die Malven, Glockenblumen, Schlüsselblumen, der Lerchensporn, die eine oder andere ungefüllte europäische Wildrose, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche etc. Je nach Gartensituation kann das ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal erkennt nur ein Spezialist, dass hier überall auch heimische Pflanzen untergebracht sind. Gönnen Sie der Natur einen Platz in Ihrem Garten mit leicht zu pflegenden Wildstrauchhecken, damit sich wieder mehr Käfer und Vögel einfinden, mit den sich selbst gut aussäenden heimischen Glockenblumen, Königskerzen und Färberkamillen im Beet oder mit Walderdbeeren, Schlüsselblumen und Lerchensporn im Schatten der Sträucher für mehr heimische Wildbienen. Entdecken Sie, welche Ihrer schönen Gartenblumen wirklich heimische Wildpflanzen sind. Ein Ziergarten sieht "ordentlicher" aus und wird von den Besitzern oft intensiver gepflegt und macht daher natürlich mehr Arbeit. Aber vielleicht kommt nun ein Kompost hinzu, ein Stapel Totholz für Käfer, eine kleine Sanddüne für Wildbienen, eine Ecke mit Brennesseln für Schmetterlingsraupen. Vielleicht lernen Sie den Rasenschnitt unter den Sträuchern zu verteilen oder mähen den Rasen an manchen Stellen einfach nur jedes zweite Mal. Es gibt viele Möglichkeiten, die Natur in einen biologischen Ziergarten einzuladen. Lassen Sie sich inspirieren! :-)